Dachaufbauten – So geht’s!

Das Dach eines Hauses macht in den meisten Fällen fast 40 Prozent der gesamten Gebäudeaußenhülle aus. Die Dämmmaßnahme ist hier also besonders effizient, schont die Umwelt und senkt die Heizkosten.

Welche Baustoffe dabei zum Einsatz kommen, hängt maßgeblich von den Anforderungen an das Material ab. In diesem Zusammenhang ist besonders der Schallschutz eine Größe, die in einigen Gebieten mit besonderer Lärmbelastung, eine übergeordnete Rolle spielen kann. Aber auch ökologische Gesichtspunkte können bei der Materialauswahl eine wichtige Rolle spielen. Der Trend geht eindeutig zu umweltfreundlicheren und ressourcenschonenden Materialien mit guter Klimabilanz.

Bei der Dämmung des Schrägdachs gibt es drei Möglichkeiten, die wir Ihnen im folgenden Abschnitt näher erläutern möchten:

Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung gilt als effizienteste, sauberste und platzsparendste Dachdämmung. Diese wird unterhalb der Dachziegel, also oberhalb der Sparren angebracht.

Besonders energieeffizient ist die Aufsparrendämmung aufgrund des Ausbleibens von Wärmebrücken. Der Dämmstoff bedeckt das Dach auf einer eigenen Ebene, sodass rein praktisch keine undichten Übergänge entstehen können.

Da das angebrachte Material von außen angebracht wird, ist es den Wetter- und Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Demzufolge sollte auf hohe Qualität bei der Wahl des Dämmstoffes geachtet werden. Ist es nicht hochwertig, entstehen schnell Risse in den Dämmstoffen und damit Wärmeverluste. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis.

Die Aktuell Bau GmbH verwendet als Aufsparrendämmung, eine im Dachsystem der Firma Braas angebotenes Dämmmaterial DivoDämmtop bzw. Clima Comfort. Die Verlegung der erfolgt als vollflächige Dämmung oberhalb der Spar­ren ohne Schalung. Für den sicheren Halt zwischen den einzelnen Elementen sorgen Nut-und-Feder-Verbindungen. Die Unterdeckbahn ist bereits auf die Dämmplatten auf­kaschiert und verfügt über eine integrierte Doppelklebezone. Winddicht und regensi­cher verklebt, entsteht nach der Verlegung eine trittfeste Behelfsdeckung. Darauf erfolgt dann die Verlegung der Dachziegel.

Vorteile:

  • Bestmögliche Wärmedämmung
  • Kein Wohnraumverlust

Nachteile:

  • Hohe Materialkosten
  • neue Dacheindeckung notwendig

Aufbau:

Von innen nach außen:

1. Unterkonstruktion (Sichtschalung)
2. Dampfbremse (Verhindert Schäden durch Kondenswasser)
3. Dämmplatten (XPS, PUR, Holzfaser- oder Hanfplatten)
4. Unterdeckplatte zur Hydrophobierung 15-30mm stark (alternativ eine Unterspannbahn)
5. Haltelattung (für Dacheindeckung) und Konterlattung
6. Dacheindeckung (Dachpfannen)

Zwischensparrendämmung

Bei dieser Dämmausführung wird der Klemmfilz (Mineralwolle) zwischen den Sparren verlegt.

Es gibt zwei Arten der Ausführung. Die Vollsparrendämmung und die Sparrendämmung mit Hinterlüftung. Letztere Variante kommt hauptsächlich zu Anwendung, da hier am Besten
der Feuchtigkeitsabtransport mittels Durchlüftung immer sichergestellt werden.
Die Feuchtigkeit wird vorwiegend außerhalb des Gebäudes abtransportiert und nicht in den Räumen abgegeben.

Bei einer Vollsparrendämmung wird die gesamte Sparrentiefe als Dämmebene genutzt. In Kombination mit einer Dampfbremse auf der Innenseite wird der Feuchteschutz garantiert. Feuchtevariable Dampfbremsen öffnen je nach Feuchtegehalt ihre Molekularstruktur

und geben die in der Konstruktion enthaltene Feuchte an den Raum ab. Damit bieten sie ein zusätzliches Austrocknungspotenzial. Mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn
ist der Feuchteabtrag an die Umgebung gewährleistet. So kann auf eine Luftschicht
verzichtet werden. Eine Gefahr besteht nur dann, wenn die Dampfbremse im Laufe der Zeit
verschmutzt wird und somit Ihre Molekularstruktur behindert wird.

Aufbau:

Zwischensparrendämmung

1. Unterkonstruktion (Trockenbauverkleidung)
2. Dampfbremse (Verhindert Schäden durch Kondenswasser)
3. Klemmfilz minimal überdimensioniert zwischen den Sparren
4. Unterspannbahn
5. Haltelattung (für Dacheindeckung) und Konterlattung
6. Dacheindeckung (Dachpfannen)

In die Zwischenräume der Sparren wird der entsprechende Dämmstoff geklemmt. Diese Matten sind minimal überdimensioniert, sodass sie sich selbst tragen und eine optimale Dichtwirkung erzielen. Sind die Sparren nicht hoch genug, um ausreichend Dämmmaterial anbringen zu können, werden zusätzliche Kanthölzer von unten angeschraubt. Hier spricht man von der sogenannten Aufdopplung.

Zur Unterbindung übermäßiger Kondensation von Wasserdampf, muss unter der Dämmung (Richtung Dachboden) in jedem Fall eine Dampfbremse installiert werden. Um die Dämmwirkung noch zu erhöhen, kann die Zwischensparrendämmung durch eine Untersparrendämmung ergänzt werden.

Untersparrendämmung

Die Untersparrendämmung ist eine gängige Methode der Dachdämmung. Sie dient der Isolierung und verbessert die Wärme- und Schalldämmung. Der Dämmstoff wird hierbei unterhalb der Dachsparren in Verbindung mit einer Zwischensparrendämmung angebracht.

Durch die stetig höher werdenden Anforderungen der EnEV, nimmt diese Dämmmethode
immer mehr an Bedeutung zu, da die Sparrenhöhen nicht unendlich erhältlich sind.
Es gilt jedoch zu beachten, dass bei dieser Maßnahme der nutzbare Wohnraum unter dem Dach verringert wird.

Aufbau:

1. Trockenbauverkleidung
2. Traglattung als Unterkonstruktion
3. Untersparrendämmung zwischen der Unterkonstruktionslattung
4. Dampfbremse (Verhindert Schäden durch Kondenswasser)
5. Klemmfilz minimal überdimensioniert zwischen den Sparren
6. Unterspannbahn
7. Haltelattung (für Dacheindeckung) und Konterlattung
8. Dacheindeckung (Dachpfannen)

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